Sommerschule 2018

 

Die 31. Sommerschule des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes ist beendet. In diesem Jahr haben insgesamt 86 Judoka aus ganz NRW an dem Trainingslager in Hennef teilgenommen. Zusätzlich nahm noch eine französische Trainingsgruppe unter der Leitung von Hans-Peter Klöcker teil.

Begonnen hat alles am Sonntag-Nachmittag, als sich alle Teilnehmer und Betreuer in der Sommerschule eingefunden haben. Mit viel Vorfreude und Spannung wurden Zimmerpartner gesucht und gefunden. Die erste große Ansprache fand vor dem Abendessen durch NWJV-Jugendbildungsreferent Erik Goertz statt. Als Leiter der Maßnahme stellte er sich vor und erklärte die wesentlichen Verhaltensregeln der Sommerschule. 

Nach dem Abendessen ging es ans Eröffnungstraining. Unter der Leitung von Erik wurden verschiedene turnerische Übungen und natürlich auch Randori gemacht. Am Ende des Trainings gab es selbstverständlich auch die altbewährte Laola-Welle. Schön ausgepowert ging es dann in die erste Nacht der Sommerschule.

 


Taiso - eine Neuheit, die schon alle kennen...

Der nächste Tag startete mit einer altbekannten Neuheit. Unter dem Begriff Taiso startete der sportliche Tag schon um 07:00. Unter Leitung von Irina Arends gab es verschiedene Übungen zur Kräftigung und Stärkung für Körper und Geist. 

Was genau so gemacht wurde sehen Sie hier: 

 

 

Nach der anregenden Taiso-Einheit besuchte Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa die Sommerschule, um eine Trainingseinheit über Kumi-Kata durchzuführen. In verschiedenen Szenarien lernten die Teilnehmer, wie man mit welchem Griff umzugehen hat, und wie man sich im Griffkampf behaupten kann. Im Anschluss gab Claudiu Pusa bei einem kurzen Interview einen kleinen Einblick in seine Arbeit als Bundestrainer.

So verflog der Vormittag und der Nachmittag brachte uns Landestrainer Eduard Matijass. In seinem Trainingsprogramm lernten die Teilnehmer mehr über die Technik Tai-Otoshi. Dabei ging er besonders auf die Fuß- und Beinstellung des Werfers ein. 

Der erste ganze Tag in der Sommerschule endet auch sportlich. Beim Abendsport gab es die Auswahl zwischen Gürtel-Hockey, Volleyball und Fußball. 


 

 

Am zweiten Tag hat die Nationalkämpferin Mira Ulrich einen Einblick in ihre Bodenarbeit gegeben. Nach einer sehr ausführlichen Aufwärm-Einheit mit viel Gymnastik ging es thematisch vor allem ums Würgen nach missglücktem Angriff von Uke, der sich dann in einer Bankposition befindet. Abgeschlossen wurde die Einheit mit Aufgabenrandoris. 

 

 

Der Nachmittag gestaltete sich an diesem Tag in der Sommerschule etwas entspannter. Zu Besuch waren Verbandsjugendleiter Jörg Bräutigam und NWJV-Vize-Präsident und Kampfrichter Hans-Werner Krämer. So konnten rund 90 Jugendliche und ihre Betreuer noch einmal die Schulbank drücken und viel über die Judo-Wettkampfsysteme und Abläufen auf Turnieren lernen.

Am Abend stand Hans-Werner Krämer, einer der renommiertesten Judo-Kampfrichter und Landeskampfrichter-Referent mit unseren Teilnehmern auf der Matte und erläuterte ganz persönliche Fragen rund um die Wertungen beim Judo. Dabei konnten die Teilnehmer ganz praktisch ihre erlebten Situationen und Fragen demonstrieren und bekamen im Anschluss auch eine gute Erklärung.

Anschließend ging es an das Projekt "Summerschool-Cup". Bei diesem Projekt sollten die Teilnehmer selbstständig ein Turnier veranstalten. Dabei mussten sie von A bis Z alle Aufgaben, Schritte und Rollen selber übernehmen. Unterteilt wurden die Teilnehmer dabei in folgende Gruppen: 

  • Sportliche Leitung
  • Kampfrichter
  • Listenführer
  • Sanitäter
  • Trainer
  • Kämpfer

Mit diesen Aufgaben ging es in die Nacht, wobei dabei auf den Zimmern auch noch einige Vorbereitungen für das Turnier getroffen wurden. 

 

 


Summer-School-Cup: Ein Experiment für Teilnehmer und Betreuer

Der "Summer-School"-Tag ging für einige schon früh los. Um 7:30 Uhr hat die Wettkampleitung die Waagezeit festgelegt. Das hieß für Kämpfer, Trainer und Kampfrichter früh aufstehen. Bei der offiziellen Waage wurden dann Pässe und Gewicht kontrolliert. Nachdem alle gewogen wurden, hat die sportliche Leitung die Kämpfer in gewichtsnahe Gruppen unterteilt. 

Sogar am Frühstückstisch gingen die Planungen weiter. Wie sollen die Listenführertische ausgestattet sein? Welche Materialien fehlen noch und wie kann man diese besorgen? Es wurde wirklich an viel gedacht. 

Um 10:00 war Wettkampfbeginn und die sportliche Leitung war im Listen-Fieber. In welchem Kampfsystem kämpft welche Gruppe am besten? Wie ist die Kampfrichteraufteilung auf der Matte und so weiter? 

Dann fing die offizielle Eröffnung des Summer-School-Cups an. Die sportliche Leitung begrüßte alle Anwesenden und stellte die Akteuere vor. Im Anschluss wurde auch eine richtige Siegerehrung durchgeführt. Ergebnisse hier.

Hier sehen Sie einige Live-Ausschnitte vom Turnier mit Kommentar von Mo Belmann und Lennart Auschner: 

Der Nachmittag des Mittwochs war dann sehr international geprägt. Der französische Trainer Nicolas Alléguède hat das Training übernommen und über das französische Attack-System referiert. Eine der wesentlichen Aussagen von Nico war: "Wenn ihr angreift wie ein Marshmellow, dann reagiert der Gegner auch wie ein Marshmellow." Also jeder Angriff muss mit der Absicht zu gewinnen durchgeführt werden. 

Unter diesem Leitgedanken haben sich die Teilnehmer ihr eigenes Attack-System erarbeitet und konnten dies vor der gesamten Gruppe vorstellen. 


Was hat der Kawaishi-Eingang mit Disko-Fox zu tun?

Der Donnerstag startete mit hohem Besuch vom NWJV- und DJB-Präsidenten Peter Frese. Nach umfangreichen Aufwärmprogramm mit dem Partner zeigte Peter die Technik O-Soto-Gari. Hierbei standen vor allem die Aspekte des Gleichgewichtsbruchs und der Beinarbeit im Vordergrund. Anschließend stand Peter Frese noch für ein kurzes Interview bereit und erklärte dabei seine Funktion als Präsident. 

Das letzte Judo-Taining der Sommerschule 2018 wurde am Donnerstag Nachmittag von Marc Odenthal durchgeführt. Dabei zeigte er im Boden den Juji-Gatame in seinem Handlungskomplex als Hebel und Haltegriff. Anschließend wurde der Juji-Gatame im Randori von den Jugendlichen weiter verinnerlicht. 

Nach dem letzten Judo-Training ging es nach dem Abendessen zum Highlight des Tages. In der Tanzstunde mit Björn und Sarah, die extra angereist sind lernten die Jugendlichen den Disko-Fox und konnten auch hier einige Parallelen zum Judo ziehen. Bei der Abschluss-Disko wurde dann ein heißer Disko-Fox aufs Parkett gelegt. Die Stimmung war bis zum Ende um 24 Uhr am kochen. 

 

 

 


Finale der Sommerschule: Wer wird Iron Man und Mega Woman?

Der letzte Tag der Sommerschule startete mit traditionellem Kofferpacken und Aufräumen. Dann stieg jedoch sehr schnell die Spannung beim diesjährigen IronMan und MegaWoman. Um 10 Uhr gingen 30 Teilnehmer an den Start, um sich dieser körperlichen und mentalen Herausforderung zu stellen. 

Nach 20 Bahnen im Außenschwimbecken, galt es 20 Stadionrunden zu vollziehen um dann einen Medizinball 20 mal einen Berg hinauf zu tragen. Also kein Zuckerschlecken. 

 

Doch am Ende konnte es nur einen IronMan geben und auf dem Siegertreppchen waren: 

1. Lennart Auschner, VfL Hüls (1:06:49)

2. Erik Hobein ,SUA Witten (1:07:16)

3. Kjell Kämmers, (1:08:19)

 

1. Chiara Heisel, PSV Duisburg (1:18:02

2. Nele Wakup, JC 66 Bottrop (1:19:40)

3. Emily Gränitz, Kentai Bochum (1:20:22)

 

Am Ende konnten sich jedoch alle 30 Teilnehmer über ihre Leistung freuen und zurecht Stolz auf sich sein. Hier finden Sie noch einmal die Siegerehrung des Wettbewerbes: 

 

 

 

Im Namen aller Teilnehmer und der Jugend des Nordrhein-Westfälischen Judoverbandes möchten wir noch einmal unseren Dank an alle Referenten und Betreuer der Sommerschule 2018 aussprechen: 

Claudiu Pusa

Eduard Matijass

Mira Ulrich

Jörg Bräutigam

Hans-Werner Krämer

Nicolas Alléguède

Peter Frese

Marc Odenthal

Brjön Eckert

Sarah Eckert

Hans-Peter Klöcker

Daniel Skacavac

Irina Arends

Maurice Nuckelt

Marc Odenthal

Jens Malewany 

Samira Heisel

Mo Belmann 

Thomas Berg

 

Dank euch konnten rund 80 Jugendliche in den Sommerferien eine schöne Zeit auf und neben der Judo-Matte erleben.

Danke sagen Carina und Erik